
Nach der langen Fahrt am Dienstag bis in die späte Nacht hinein, erreichten wir um 2 Uhr in der Frühe in Hamburg das Clubhaus des NRV. Tags drauf begann dann das große Chaos. Hier durfte man nicht stehen dort nicht aufbauen,… Schlussendlich stellten wir uns halb auf einen Parkplatz halb auf die Straße, damit die Polizei zufrieden war. Endlich Aufgebaut wurde das Boot in die Parkposition „auf“ den Steg gebracht. Hier zeigte sich der nächste Spaß. Es gibt keine Sliprampe. Die Boote liegen alle auf einem Gitterrost ca. 20 ca. über der Wasserlinie und müssen von Hand rein und raus gehoben werden. Bei Auflandigem Wind der der Hafeneinfahrt wurde somit das Einwassern zur Herausforderung.

Dennoch wollten wir unbedingt einen Probeschlag machen. Auch wenn bereits die ersten Boote aufs Wasser gegangen, gleich gekentert und dann ans Land getrieben waren. Roland Gäbler drehte seine Runden mit dem Team von SAT.1 die zwischenzeitlich aber auch schon einen Strafzettel fürs Falschparken kassiert hatten. Auf dem Wasser konnten wir mit Roland Gäbler, Markus Betz und den Lowegs ein paar Probeschläge machen. Hierbei zeigte sich das Ausmaß der herannahenden Wettfahrtserie. Nach ca. 2 Minuten (wenn überhaupt) war der See bei diesem ruppigen und drehenden Wind überquert. Im idealsten Falle (der wohl nicht eintreten wird) kann die Startkreuz eine maximale Länge von 0,9 Seemeilen haben (normal ca. 1,8 Seemeilen). Wir werden uns aber aller Voraussicht nach mit 0,6 Seemeilen zufriedenstellen müssen. Dafür werden dann aber 5 statt 3 Runden gefahren und 4 statt normal 2 bis max. 3 Wettfahrten am Tag. Das bedeutet dann für Thomas 20 statt 9 mal den Spie hoch und runter zu ziehen. Das wird ein wahrer Kraftakt werden.

Wieder an Land waren alle sehr über die Bedingungen amüsiert. Glücklicherweise scheint es jeder mit Humor zu nehmen, dass die Bedingungen für einen Tornadowettkampf denkbar ungünstig ist. Spannend wird es wohl erst Samstag werden, wenn dann alle Boote aufs Wasser kommen. Bereits bei unseren Probeschlägen gestern konnten wir einen kleinen Eindruck bekommen „wie“ voll es werden wird, da ab 17 Uhr die Feierabendsegler aufs Wasser kamen. Dazu kommt dann noch, dass auf der Alster generell rechts vor links gilt und nicht die ISAF Regeln. Unter den Regattateilnehmer gilt aber internationales Recht. D.h. wir werden zweierlei Maß benötigen um Vorfahrtssituationen erst mühsam auseinander zu dividieren, je nachdem welches Boot uns gerade quert. Nicht zu vergessen die Ausflugsdampfer, die natürlich generell Vorfahrt haben.
Das wird heute einen Spaß geben…
Viele Grüße
Sebastian Moser
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Veröffentlicht am:
09:25:08 13.08.2009
von Sebastian Moser
Letzte Aktualisierung
09:35:57 13.08.2009